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Grauer Star (Katarakt)

Die Katarakt [ˌkataˈʁakt] oder Grauer Star bezeichnet eine Trübung der Augenlinse. Betrachtet man Menschen, die an einer fortgeschrittenen Katarakt erkrankt sind, kann man die graue Färbung hinter der Pupille erkennen, woher sich die Bezeichnung Grauer Star ableitet. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 600.000 Operationen durchgeführt, bei denen die getrübte Linse durch ein künstliches Linsenimplantat ersetzt wird. (Quelle Wikipedia Febr. 2008)

Wortherkunft

Der Katarakt bedeutet an sich „Wasserfall“ und ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar[1]. Speziell für medizinische Zusammenhänge behielt das entlehnte Wort als Teil der Gelehrtensprache das grammatische Geschlecht der weiblichen lateinischen Form cataracta, welche ihrerseits von der (männlichen) griechischen Substantivierung καταρράκτης (altgriechische Aussprache katarráktēs), „herabstürzend“, diese zu attisch καταρράττειν, katarrháttein „herabstürzen“, entlehnt wurde (vergleiche auch den Katarrh). (Quelle Wikipedia Febr. 2008)

Symptome

Hauptsymptom ist ein langsamer, schmerzloser Sehverlust. Es kommt zu einer als „Verschwommensehen“ beschriebenen Abnahme der Sehschärfe und zunehmender Blendempfindlichkeit, da durch die Linsentrübung eine diffuse Brechung auftritt. Ebenfalls reduziert sich das Sehvermögen bei geringem Kontrast, sodass die Patienten die Welt „wie durch einen Nebel“ sehen. Gelegentlich werden auch Doppelbilder wahrgenommen, die beim Schließen des anderen Auges nicht verschwinden. Es werden um Lichtquellen Halos oder Lichthöfe beobachtet. Die Hell-Dunkel-Adaption des Auges ist behindert (verlangsamt). Die Fähigkeit, räumlich zu sehen, wird mehr und mehr eingeschränkt. Bei besonderen Formen des Grauen Stars kann es jedoch auch zu einer Verbesserung der Sehfähigkeit im Nahbereich für eine zuvor weitsichtigen Person kommen. Hierbei bewirken die Verdickung der Linse und die Verdichtung des Linsenkernes eine zunehmende „Myopisierung“ (Veränderung der Brechkraft Richtung Kurzsichtigkeit). Der zuvor weitsichtige Erkrankte kann dann in der Nähe zunehmend besser sehen als vorher und braucht vielleicht seine bislang nötige Lesebrille plötzlich nicht mehr. Dieser Verbesserung steht allerdings eine entsprechende Verschlechterung beim Sehen in die Ferne gegenüber. Die Verbesserung ist häufig nur von kurzer Dauer, weil durch die zunehmende Linsentrübung die Sehschärfe in allen Entfernungen abnimmt. (Quelle Wikipedia Febr. 2008)

Ursachen

Die Ursache der Kataraktentwicklung ist meist unbekannt. In der Regel (über 90 %) tritt der Graue Star im Alter auf, er kann sich jedoch auch früher schon entwickeln. Ionisierende Strahlung, Infrarot- und UV-Strahlung können die Augenlinse schädigen und so Grauen Star begünstigen. Masern, Diabetes mellitus, Reaktionen auf Medikamente (vor allem Cortison), Drogen oder Augenverletzungen können die Ursache sein. Nach Starkstromunfall oder Blitzschlag kann sich auch ein Grauer Star entwickeln [3]. Eine durch Infrarot-Strahlung hervorgerufene Katarakt (Feuerstar) in Berufen, die mit sehr heißen Materialien arbeiten (Hochofen-Arbeiter, Glasbläser), ist als Berufskrankheit anerkannt. Masern und Röteln während der Schwangerschaft können Verursacher einer Katarakt beim Neugeborenen sein. In seltenen Fällen (weit unter 1 %) ist ein optisch störender grauer Star angeboren und muss dann abhängig von seiner Ausprägung aufgrund der Gefahr einer Amblyopie in den ersten Lebenstagen bis -wochen operiert werden. Der typische "Altersstar" bildet sich über Jahre aus, manchmal aber auch in wenigen Monaten. Besonders in den Ländern Afrikas sind aber aufgrund von Mangelernährung viele Kinder von der Krankheit betroffen.

Während der Ausbildung des Grauen Stars muss die Brille auf Grund der veränderten Brechkraft des Auges häufig angepasst werden. Wird trotz optimaler Brillenkorrektur kein zufriedenstellendes Sehvermögen erreicht, wird die Linse operativ entfernt und eine Kunststofflinse eingesetzt. Außer dem chirurgischen Eingriff gibt es keine Möglichkeit, den Grauen Star zu behandeln. Die Operation wird heute im allgemeinen ambulant durchgeführt.
(Quelle Wikipedia Febr. 2008)